Veröffentlichungen

Wir bieten Ihnen Hinweise und Aktionshilfen:

 

über den besten Zeitpunkt für die Behandlung des Themas,

Handschriftlicher Hinweis für die Eltern mit der Aufschrift: Liebe Eltern! Am Donnerstag ohne Auto zur Schule!

 

Darüber hinaus gibt es noch

 

Weitere Anregungen können Sie unserer

  • Aktionsbörse mit Beispielen erfolgreicher Aktionen entnehmen, in der wir möglicherweise bald auch von Ihren Aktivitäten erfahren werden. 

 

In der Broschüre mit Hintergrundinformationen zur Kampagne "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" sind Beispiele (best practice) aus dem In- und Ausland zusammengestellt.

 

 

 

 

Liebe Eltern,

immer häufiger werden die Kinder mit dem Auto zum Kindergarten, zur Vorschule oder zur Grundschule gefahren. Der "gute Wille", die Kinder damit vor möglichen Verkehrsunfällen zu schützen, hat zahlreiche Nachteile für die Kinder, die wir leider auch teilweise im Unterricht bemerken. Sie haben bereits das kleine Lese- und Vorlese-Faltblatt für Eltern und Kinder zu diesem Thema erhalten. Ich möchte Ihnen darüber hinaus die damit zusammenhängende Problematik an fünf Beispielen von Erziehungs-Zielen erläutern und würde mich freuen, wenn wir darüber auch an einem Elternabend sprechen könnten.

 

  • Lernziel: Selbständigkeit und Selbstbewusstsein fördern.

 

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich in der Umgebung zunehmend sicherer zurechtzufinden.

 

Zu Fuß gehende Kinder erleben nicht voneinander losgelöste Orte, sondern räumliche und soziale Verbindungen. Sie empfinden sich nicht als "hilfsbedürftige" Personen und können Ihr Selbstbewusstsein aufbauen. Im Auto werden Kinder an einer aktiven Problemlösung gehindert, sie werden nicht vor Aufgaben gestellt und sie können sich selbst auch keine Aufgaben stellen. Trotz aller Probleme für Fußgänger in Städten ist es für Kinder wichtig und grundlegend, sich das Gehen als ureigenes Mittel zum Überwinden von Distanzen anzugewöhnen.

 

  • Lernziel: Sozialverhalten und Teamfähigkeit aufbauen.

 

Geben Sie Ihrem Kind Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten.

 

Mit Freunden zu Fuß zur Schule zu gehen, wirkt sich sehr positiv auf das Sozialverhalten und die psychische Entwicklung der Kinder aus. Mit anderen Eltern Gehgemeinschaften abzusprechen, ist übrigens auch häufig positiv für Ihre Beziehung zur Wohnumgebung. Im übrigen können sich Kinder, die ihre Schulkameraden erst in der Klasse treffen, nicht so schnell auf ihre Arbeit konzentrieren.

 

  • Lernziel: Grundlagen für die Lernfähigkeit schaffen.

 

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, in Zusammenhängen denken zu lernen.

 

Ein zunehmendes Problem ist es, dass Stadtkinder oft gar nicht mehr lernen, die einfachsten Grundzusammenhänge zu erkennen. Sie merken gar nicht, wo der Kindergarten ist oder die Schule, können auch die nähere Umgebung der Wohnung kaum noch einschätzen. Was Wissenschaftler als "die Verinselung der Kindheit" bezeichnen, wirkt sich auch beim schulischen Lernen in völlig anderen Bereichen aus. So wurde zum Beispiel herausgefunden, dass Kinder mit einem "gestörten Raum-Gefühl" größere Schwierigkeiten bei der Erfassung mathematischer Zusammenhänge haben als andere Kinder.

 

  • Lernziel: Schulung der Motorik.

 

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, das gesunde Verhältnis zum Körper und die Bewegungslust zu erhalten.

 

Es ist nicht klug, Kinder daran zu gewöhnen, Anstrengungen möglichst zu meiden. Eine im Auftrag des Bundesministeriums erstellte Untersuchung über die Gesundheit von Kindern in Kindergärten ergab eine erschreckende Bilanz: 60 Prozent der untersuchten Kinder hatten Haltungsschwächen -oder schäden, 30 Prozent Übergewicht, 40 Prozent litten unter einem schwachen Herz-Kreislauf-System und an etwa 35 Prozent mussten muskuläre Schwächen und Koordinierungsprobleme diagnostiziert werden.

 

  • Lernziel: Sicheres und bewusstes Verkehrsverhalten trainieren.
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    Helfen Sie Ihrem Kind jetzt, damit das Unfallrisiko längerfristig vermindert wird.

     

    Nur als Fußgänger können Kinder begreifen, welche Gefahren von anderen Verkehrsteilnehmer für sie ausgehen. Nur als Fußgänger können Kinder erfahren, wie leicht man sich selbst gefährden und wie man durch eigenes Verhalten zu einer Gefahr für andere werden kann. Das sind die Grundlagen für eine verantwortungsbewusste Verkehrsteilnahme, an der es heute vielen Jugendlichen und Erwachsenen mangelt.

     

    Sie erhöhen die Verkehrssicherheit Ihres Kindes keineswegs durch die Automitnahme. Zum einen wird damit das Risiko, als Fußgänger im Straßenverkehr zu verunglücken, lediglich um ein paar Jahre verschoben und erhöht sich sogar noch. Zum anderen sterben seit einigen Jahren die meisten Kinder als Mitfahrer im Auto. Das Thema Kinderverkehrssicherheit ist nach wie vor eines der ganz wesentlichen gesellschaftlichen Probleme in Deutschland. Die Kindergarten- und Schulwege bieten sich als Trainingswege an, um Erfahrungen und Fertigkeiten zu vermitteln, die die Kinder auch bei anderen Wegen sicherer machen.

     

    Erleben Sie und Ihre Kinder in den ersten Schulwochen gemeinsam, was auf dem Weg geschieht, anstatt daran vorbeizufahren.

     

    In der Regel werden Autofahr-Zeiten "schöngerechnet" und Fußwege als viel zu lang eingeschätzt. Das Einsteigen, Festgurten, Ausparken sowie die Parkplatzsuche und das Aussteigen werden nicht als Wegezeiten einberechnet. Prüfen Sie das und Sie werden sehen, wenn überhaupt, werden Sie lediglich ein wenig mehr Zeit einplanen müssen. Minuten, die für die Entwicklung des Kindes eine ganz wesentliche Bedeutung haben können.

     

    Sie sollten die Entscheidung, wie die Kindergarten- und Schulwege zurückgelegt werden, sehr bewusst treffen, im Sinne der Entwicklung Ihres Kindes.

     

    Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen

     

    „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Bundesmi-nisteriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU; Umweltbundesamtes UBA, Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen BMVBW; Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales BMGS; Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und des FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland.

     

    Dezember 2003

     

    Sehr geehrte Mitarbeiterin, sehr geehrter Mitarbeiter in der Schulverwaltung,

    sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter,

    sehr geehrte Lehrerin, sehr geehrter Lehrer,

    sehr geehrte Erzieherin, sehr geehrter Erzieher in Kindertagesstätten!

     

    Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule oder in den Kindergarten. Die Eltern wollen ihre Kinder vor dem Verkehr schützen, dabei bedenken sie nicht: Ihre Kinder sind im Auto einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt! Außerdem werden Defizite im Bereich der Motorik und Sensomotorik verstärkt (laut Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO besitzen 40 % der Grundschulkinder bereits einen schwachen Kreislauf und erniedrigte Blutdruckwerte). Auch das spätere Verkehrsverhalten wird maßgeblich durch häufige Autobenutzung beeinflusst. Weiterhin werden den Kindern wichtige Sozialerfahrungen genommen, denn sie genießen es, auf dem Schulweg mit Freunden zu reden und ihre Wege selbständig zurückzulegen.

     

    Die Weichen für die Zukunft der Kinder, ob sie sich z.B. konzentrieren können oder wie beweglich und gesund sie bleiben, werden vor der Einschulung gestellt. Die Eltern wollen das Beste für ihr Kind; mit den "Elterntaxis" aber bremsen sie das Kind zumindest in einigen wichtigen Teilbereichen ihrer Entwicklung ab.

     

    In diesem Jahr wird sich Deutschland wiederum mit der Kampagne

     

    "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten"


    am internationalen Tag "I walk to school" beteiligen. Der nationale Starttag ist jedes Jahr am 22. September, der gleichzeitig "Europaweiter autofreier Tag" ist.

     

    "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" ist aufgrund der notwendigen Gesundheitsprävention, der Verkehrssicherheit, des Schutzes unserer Umwelt, aber auch wegen der Unterstützung des Spaßes am Gehen der Kinder ein zeitloses Thema. Wir würden uns freuen, wenn Sie unterstützen, dass das Thema z.B. ein Tagesordnungspunkt eines Elternabends wird (Kopier-Vorlage bestellen oder aus dem Internet herunterladen). Möglicherweise möchten Sie eine Schulstunde zu diesem Thema durchführen oder gar mit einem Projekt-Tag der Schule an den bundesweiten Aktivitäten teilnehmen (siehe Informations-Materialien). Vielleicht kann darauf aufbauend, soweit nicht bereits vorhanden, die Erarbeitung eines Schulwegplanes erfolgen. Wir helfen Ihnen nötigenfalls.

     

    Tatsache ist, dass der "gute Wille" der Eltern eben genau nicht die Wirkungen hat, die sie sich für ihre Kinder erhoffen. Das merken Sie als Lehrkräfte in der Regel deutlicher als die Eltern, wenn es z.B. darum geht, wie wach, fit und ausgeglichen die Kinder morgens zum Unterricht erscheinen oder wie selbständig sie sind. Es ist sicher gut, dass in Deutschland wieder mehr über Bildung diskutiert wird. Aber die Weichen werden für die Kinder früher gestellt als die Diskussion über die Pisa-Studie es vermuten lässt. Der Schulweg ist dabei ein kleines Stück des Lebensweges, auch hier sollten Eltern und Pädagogen gemeinsam nach besseren Wegen suchen.

     

    Das "Lese- oder Vorlese-Faltblatt"

    • für den Unterricht,
    • für Elternabende und
    • zur Weiterleitung an die Eltern

     

    zeigt einige wichtige Schritte zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder auf.

     

    Diese Faltblätter, eine ebenso ansprechend gestaltete kleine Broschüre, sowie weitere Materialien können Sie ansehen, teilweise downloaden oder in unserem Online-Shop unter der Rubrik Broschüre > Fußverkehr-Kinder bestellen.

     

    "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" ist eine Gemeinschaftsaktion des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU; Umweltbundesamtes UBA, Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen BMVBW; Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales BMGS; Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und des FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland.

     

    Dezember 2003

    Sehr geehrte Kita-Leiterin, sehr geehrter Kita-Leiter,


    sehr geehrte Erzieherin, sehr geehrter Erzieher!

     

    Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto in den Kindergarten. Die Eltern wollen ihre Kinder vor dem Verkehr schützen, dabei bedenken sie nicht: Ihre Kinder sind im Auto einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt! Außerdem werden Defizite im Bereich der Motorik und Sensomotorik verstärkt (laut Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO besitzen 40 % der Grundschulkinder bereits einen schwachen Kreislauf und erniedrigte Blutdruckwerte). Auch das spätere Verkehrsverhalten wird maßgeblich durch häufige Autobenutzung beeinflusst. Weiterhin werden den Kindern wichtige Sozialerfahrungen genommen, denn sie genießen es, auf dem Kindergartenweg mit Eltern, Großeltern oder Freunden zu reden.

     

    In diesem Jahr wird sich Deutschland wiederum mit der Kampagne "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" am internationalen Tag "I walk to school" beteiligen. Der nationale Starttag ist jedes Jahr am 22. September, der gleichzeitig "Europaweiter autofreier Tag" ist.

     

    "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" ist aufgrund der notwendigen Gesundheitsprävention, der Verkehrssicherheit, des Schutzes unserer Umwelt, aber auch wegen der Unterstützung des Spaßes am Gehen der Kinder ein zeitloses Thema. Wir würden uns freuen, wenn Sie unterstützen, dass das Thema z.B. ein Tagesordnungspunkt eines Elternabends wird (Kopier-Vorlage bestellen oder aus dem Internet herunterladen).

     

    Möglicherweise möchten Sie darüber auch mit den Kindern reden oder gar mit einem Projekt-Tag der Kita an den bundesweiten Aktivitäten teilnehmen (siehe Informations-Materialien). Vielleicht kann darauf aufbauend, soweit nicht bereits vorhanden, auch eine Verbesserung der Bedingungen auf dem Weg erreicht werden (z.B. Mittelinsel, Zebrastreifen, etc.).

     

    Wir helfen Ihnen nötigenfalls. Tatsache ist, dass der "gute Wille" der Eltern eben genau nicht die Wirkungen hat, die sie sich für ihre Kinder erhoffen. Das merken Sie als Erzieher in der Regel deutlicher als die Eltern, wenn es z.B. darum geht, wie wach, fit und ausgeglichen die Kinder morgens zum Kindergarten erscheinen oder wie selbständig sie sind. Es ist sicher gut, dass in Deutschland wieder mehr über Bildung diskutiert wird. Aber die Weichen werden für die Kinder früher gestellt als die Diskussion über die Pisa-Studie es vermuten lässt. Schon der Kindergartenweg ist ein kleines Stück des Lebensweges, auch hier sollten Eltern und Pädagogen gemeinsam nach besseren Wegen suchen.

     

    Das "Lese- oder Vorlese-Faltblatt"

    • für die Kindergruppe,
    • für Elternabende und
    • zur Weiterleitung an die Eltern

     

    zeigt einige wichtige Schritte zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder auf.

     

    Diese Faltblätter, eine ebenso ansprechend gestaltete kleine Broschüre, sowie weitere Materialien können Sie ansehen, teilweise downloaden oder in unserem Online-Shop unter der Rubrik Broschüre > Fußverkehr-Kinder bestellen.

     

    "Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten" ist eine Gemeinschaftsaktion des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU; Umweltbundesamtes UBA, Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen BMVBW; Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales BMGS; Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und des FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland.

     

    Dezember 2003