Spielende Kinder auf dem Schulhof

Wichtig ist, wie bei allen Verhaltensfragen, die mit dem Tagesablauf und der Alltagsmobilität zusammenhängen, eine auf das Zuhören ausgerichtete Gesprächsführung. Es gibt für manche Eltern sehr wohl begründete Argumente für den Kinder-Transport zum Kindergarten oder zur Schule.

 

Deshalb sollten Elternvertreterinnen und -vertreter, Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher darauf bedacht sein, keine möglicherweise ohnehin schon benachteiligten Eltern zu sehr in eine Verteidigungsrolle zu drängen.

 

Die Sachlage ist allein schon aus der Sicht der Kindergesundheit so eindeutig, dass keine thematisch korrekte Argumentation gegen das zu Fuß Gehen geführt werden kann. Deshalb werden Sachzwänge oder gar Scheinargumente die entscheidende Rolle spielen. Hierzu gibt es nur zwei Auswege, entweder die Akzeptanz oder aber die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten, die evtl.sogar gemeinschaftliche Hilfsangebote einschließen können (siehe Möglichkeiten der Kinder-Begleitung).

 

Die einfachste Form der Aktivitäten ist die Verteilung der Lese- und Vorlese-Faltblätter

 

  • an andere Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren,
  • an Eltern, deren Kindern auffällige Bewegungs- oder Konzentrationsmängel im Unter-richt aufweisen und die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren,
  • an alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht zum Weitergeben auch an die Eltern,
  • an alle Eltern beim Elternabend oder sonstigen Zusammenkünften oder
  • zusammen mit anderen Materialien als „Begrüßung“ zur Einschulung.

 

Gut geführte Einzelgespräche sind mindestens ebenso wertvoll wie ein Gruppengespräch. Die Verteilung an alle Kinder oder Eltern ist anonymer und kann erst einmal der bessere Weg sein, damit sich niemand bedrängt fühlt.

 

Der Appell an die Eltern, ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen, kann im Rahmen des ersten Elternabends erfolgen, wenn der Schulweg ohnehin auf der Tag-esordnung steht. Erfahrungsgemäß sind die Elternabende direkt nach der Einschulung vergleichsweise auch gut besucht. Damit der Appell Wirkung zeigt, sollten die Eltern über die Hintergründe des Anliegens informiert werden. Das FUSS e.V. Anschreiben für eine Einladung zum Elternabend enthält die wesentlichen Aussagen aus der Sicht der Eltern und kann als Kopiervorlage verwendet, ergänzt oder abgeändert werden.

 

Ein guter Einstieg in eine Schul-Diskussion kann auch das Einbringen des Themas in Schulgremien darstellen (Elternbeiräte, Gesamtelternvertretungen, Pflegschaften, etc.). Für ein Kurzreferat eignen sich als verkürz- und veränderbare Vorlage die "10 Fragen und 10 Antworten“.

 

Möchten Sie als Schulleiterin/Schulleiter oder auch z.B. Elternvertreterin/Elternvertreter die Diskussion über eine Information der Lehrerinnen und Lehrer anregen, können Sie das Lehreranschreiben als Kopiervorlage verwenden.

 

Den Gesamtüberblick über die Diskussions-Hilfen finden Sie unter dem Button "Veröffentlichungen".

 

Da gute Vorsätze auch mal wieder vergessen werden und schlechte Angewohnheiten sich schnell wieder einschleifen, ist ein regelmäßiges Erinnern und Wiederholen unbedingt sinnvoll.

 

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„Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ist eine Gemeinschaftsaktion des Bundesmi-nisteriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU; Umweltbundesamtes UBA, Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen BMVBW; Bundesmi-nisteriums für Gesundheit und Soziales BMGS; Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ und des FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland.

 

Mai 2004